Forschungsorganisationen: Europa soll Garant für Wissenschaftsfreiheit bleiben. Sechs führende europäische Forschungsorganisationen drängen auf einen stärkeren Schutz der Wissenschaftsfreiheit in Europa. In einer gemeinsamen Erklärung betonen die Mitglieder der sogenannten G6-Gruppe, dass freie Forschung aktiv verteidigt werden müsse. Sie sei keine dauerhaft gesicherte Selbstverständlichkeit. Zu den Unterzeichnern zählen aus Deutschland die Max-Planck-Gesellschaft sowie die Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft.
Max-Planck-Präsident Patrick Cramer warnt vor einer zunehmenden Zersplitterung globaler Wissenschaftsstrukturen. Im Gespräch mit Table.Briefings sagte Cramer: „Europa muss selbst Garant eines offenen, globalen Wissenschaftssystems werden – eines Systems, das auf Transparenz, Austausch und gemeinsamen Standards basiert.“ Wissenschaft lebe davon, dass Erkenntnisse universell gültig sind. Wenn politische Systeme beginnen, eigene Regeln für Forschung, Publikation und Datenzugang zu etablieren, drohe eine Fragmentierung. Welche Maßnahmen die Organisationen vorschlagen, lesen Sie im Research.Table. Tim Gabel